05. JULI 2015

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Präzisionsbearbeitung mechanischer Miniatur-Bauteile


Die Sonderschau „Metal meets Medical“ auf der Metav 2012 zeigt unter anderem die gesamte Prozesskette zur Herstellung medizintechnischer Produkte. Miniaturisierung wird aber nicht nur in der Medizintechnik großgeschrieben, kleine Teile sind in vielen Branchen groß im Kommen. Ein Paradebeispiel für die Präzisionsbearbeitung mechanischer Miniatur-Bauteile ist die Uhrenindustrie.

Seit die Medizintechnik boomt, haben auch Werkzeugmaschinen im Wohnzimmer- oder Westentaschenformat Konjunktur. So präsentiert etwa die Darmstädter Datron AG auf der Metav 2012 ihre neue Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschine C5 für die hochgenaue Fünfachs-Simultanbearbeitung von Kleinteilen beispielsweise in der Medizintechnik, der Uhren- und Schmuckindustrie oder dem Werkzeug- und Formenbau. Es können aller zerspanbaren Materialien bis zu einem Durchmesser von 60 mm fünfachsig simultan bearbeitet werden, auch das Fräsen hochkomplexer Geometrien ist dabei möglich.

Kompakt und dabei präzise wie ein Uhrwerk – die Traditions-Uhrenfabrik Junghans GmbH & Co. KG in Schramberg im mittleren Schwarzwald baut auch in der mechanischen Kleinstteile-Fertigung wieder auf eigenes Know-how: Mit einer kompakten Mikrofräsmaschine von Haas Automation für die Präzisionsbearbeitung filigraner Uhrwerksteile wurde die Tradition exquisiter Armbanduhren neu belebt. Nachdem man sich 1976 von der mechanischen Uhrenfertigung komplett getrennt und sich dafür auf selbst gefertigte Quarzwerke und die Funkuhr-Technologie konzentriert hatte, wollte die Schramberger Traditionsfirma nun Know-how und Technologie wieder in eigene Hände nehmen.

Bei einem Zulieferer wurde Geschäftsführer Matthias Stotz auf die Mikrofräsmaschine OM-2 des amerikanischen Herstellers Haas Automation aufmerksam. Die Maschine (OM steht für Office Mill) ist in ihren Abmessungen so kompakt, dass sie problemlos und ohne Umbauten in die neugestalteten Fertigungsräumlichkeiten transportiert werden konnte und auch danach beliebig mobil einsetzbar ist. Ihre Leistungsdaten, sagt Geschäftsführer Stotz, „sind nicht nur völlig ausreichend für unser Einsatzgebiet, die Fertigung sehr kleiner Uhrwerksteile für mechanische Armbanduhren“, durch die serienmäßige Hochgeschwindigkeitsspindel (bis 30000 min-1) ist die Maschine sogar „wie maßgeschneidert für unsere Kleinteilebearbeitung“.

Datum:
17.02.2012
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1 Unternehmens-Video:
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